säen und vertrauen

Mittwoch, den 22. Juli 2020 um 00:00 Uhr Martin Decking
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Jeden Montag früh erscheint ein spiritueller Newsletter mit einem kurzen Impuls zum Sonntagsevangelium, des (letzten) Sonntags.

Autorinnen und Autoren sind insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn, aber vereinzelt auch daüber hinaus.

Zu finden ist dieser Newsletter auf der Webseite des Bereichs Pastorale Dienste www.pastorale-informationen.de des EGV im Bereich 'Exerzitien iund Spiritualität'  bzw. auch direkt über diesen LINK.

Dort findet sich auch jeweils ein Button für die Newsletter-Anmeldung, und eine Übersicht über die zuletzt erschienen Haltestellen.

Zuletzt erschien ein Impuls unter der Überschrift "säen und vertrauen" von Dekanatsreferent Martin Decking, den wir an dieser Stelle veröffentlichen.

 

20.07.2020
säen und vertrauen
Das Himmelreich ist einem Senfkorn vergleichbar, das ein Mann nahm und auf seinen Acker säte. Dies ist das kleinste unter allen Samenarten; wenn es aber herangewachsen ist, dann ist es größer als die anderen Gartengewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Mt 13,31-32
Lieber Leser, liebe Leserin,

EIN Senfkorn.

EIN Acker.

Wenn ich in meinem Garten säe, dann nehme ich nie nur ein einzelnes Samenkorn.

Ja, ich nehme gerne immer ein paar mehr als (lt. Anleitung) für die jeweilige Fläche nötig wären.
Ob mein Vertrauen in die Keimfähigkeit nicht groß genug ist?
Oder ahne ich schon, dass manche aufgehende Pflanze vertrocknend auf der Strecke bleibt?

Wenn ich das nächste Mal säe, ja schon wenn ich das nächste Mal Samen einsammle, dann will ich jedes einzelne Samenkorn anschauen, und so etwas von der Kraft und der Verheißung spüren, die in den kleinen Samenkörnern verborgen ist.

Ich hoffe, diese Aufmerksamkeit ist auch eine gute Einübung, um zu sehen, wo um mich herum überall schon der Samen des Himmelreichs aufgeht.

Der Mann aus dem Gleichnis traut einem ganz kleinen Korn zu, einmal groß zu werden. Er hält es nicht fest, er lässt es los, mischt es unter die Erde, sodass es unsichtbar wird.

So ein Vertrauen hätte ich auch gerne.

In meine Gartenarbeit. Und in mein Tun.

Vermutlich geht das nicht nur mir so.

Autor: Martin Decking, Dekanatsreferent; Foto: pixabay